Bücher zu Hegels Leben

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Quellen zu Hegels Biographie (diese Seite ist eine Kopie des entsprechenden Abschnittes am Ende unserer Hegelbiographie)

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Primärquellen

Die meisten Hegel Biographien benutzen als ihre Primärquellen:

  • Hegels Briefe - 3 Bände, der letzte davon in 2 Teilbänden, von denen der erste viel Material zu Hegels Lebensweg enthält und der 2. ein Register mit (sehr knappen) Lebensdaten von ca. 2000 Personen die in Hegels Briefen erwähnt werden oder mit denen Hegel korrespondierte, erschienen im Felix Meiner Verlag, Hamburg.
  • "Hegel in Berichten seiner Zeitgenossen" (1 dickes Buch, ebenfalls im Felix Meiner Verlag Hamburg erschienen)
  • Karl Rosenkranzs Hegel Biographie, welches neben seinem Augenzeugenbericht ebenfalls viel Material enthält, und von weiterem Material berichtet, welches inzwischen verloren gegangen ist (der Band erschien 1844 ursprünglich als Supplementband in der 1. Hegel Gesamtausgabe durch den "Verein der Freunde des Verewigten", 1977 ist ein - immer noch verfügbarer - preisgünstiger Reprint als Paperback bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt erschienen).

Eine Auswahl der Highlights insbesondere aus den ersten beiden genannten Quellen wurden dem englischsprachigen Publikum zuerst 1965 im Anhang von Walter Kaufmanns "Hegel - a reinterpretation" präsentiert.

Zusätzliches Primärmaterial, insbesondere auch mit schönem Bildmaterial, wie auch nützliches Sekundärmaterial findet sich in diesen 4 Ausstellungskatalogen:

  • "Hegel 1770 - 1970. Leben - Werk - Wirkung". Eine Ausstellung der Stadt Stuttgart. Stuttgart, Klett, 1970.
  • "Von Stuttgart nach Berlin", Marbach am Neckar, Deutsche Schillergesellschaft, 1991. Die Lebensstationen Hegels - Sonderheft zur Ausstellung der Stadt Stuttgart im Hegel-Haus 1989/90 mit einer gleichnamigen Beilage als Führer durch die Ausstellung - bearbeitet von Friedhelm Nicolin - Hrsg. von Ulrich Ott, Redaktion: Friedrich Pfäfflin - mit einem aufmontierten Deckel-Frontispiz sowie zahlreichen, teils farbigen Fotos und Abbildungen - Ukt., 100 Seiten, Reihe: Marbacher Magazin 56
  • Nicolin, F. (Hrsg.): "Der junge Hegel in Stuttgart. Aufsätze und Tagebuchaufzeichnungen 1785-1788". Stuttgart, 1970
  • "Hegel in Berlin - Preussische Kulturpolitik und idealistische Ästhetik - Ausstellungskatalog", Stiftung Preussischer Kulturbesitz, Berlin, 1981

Alle 4 Kataloge sind ausverkauft und nicht mehr über den Buchhandel bestellbar, lassen sich aber bei Bedarf für vergleichsweise wenig Geld als Gebrauchtbücher z.B. über http://www.zvab.com besorgen.

Sie werden feststellen, dass praktisch alle Hegel Biographien ihr Material zu mehr als 90% aus diesen 7 Quellen schöpfen.

zum Hintergrund

Neben den oben erwähnten Quellen existieren sehr viele weitere Bücher, die dabei helfen, den historischen, theologischen, philosophischen usw. Hintergrund, vor dem Hegel agierte, zu durchleuchten. Zu diesen können hier nur einige wenige beispielhafte Hinweise gegeben werden:

  • Vielleicht am interessantesten und relativ dazu am meisten übersehen sind die Werke des französischen Hegel-Forschers d'Hondt ("Hegel secret", "Hegel dans son temp", "Hegel" - die ersten beiden sind auch auf deutsch, beim Akademie Verlag Berlin erschienen), der eine Menge Material insbesondere über Hegels politischen Hintergrund zusammen getragen hat (siehe diese italienische Seite über ihn mit Bild und Bibliographie: http://lgxserve.ciseca.uniba.it/lei/filmod/d'hondt.html ).
  • In eine ähnliche Richtung fallen die Hegelforschungen von Domenico Losurdo, der ebenfalls insbesondere über die politischen Aspekte von Hegel und seine Zeit forscht. Unter seinen deutschsprachigen Hegelforschungen ist insbesondere "Hegel und das deutsche Erbe. Philosophie und nationale Frage zwischen Revolution und Reaktion" zu empfehlen. (Istituto Italiano Per Gli Studi Filosofici / Studien zur Dialektik). Pahl-Rugenstein Verlag, Bergisch Gladbach 1989
  • Wilhelm R. Beyer (der Gründer der Internationalen Hegelgesellschaft) hat am meisten (und besten) zu den biographischen Umständen des Nürnberger und Bamberger Hegels geforscht und veröffentlicht. Da er kein Professor war, werden seine Forschungsergebnisse in Biographien meistens ignoriert. Insbesondere zum Bamberger Hegel ist sein Buch "Zwischen Phänomenologie und Logik: Hegel als Redakteur der Bamberger Zeitung" bis heute auf seinem Feld unübertroffen.
  • Martin Bondelli ist der unbestrittene Spezialist, wenn es um den Hegel der Schweizer Periode geht. Ein Schwerpunkt ist dabei die Kant-, Reinhold- und Fichtrezeption zu jener Zeit, insbesondere in der Schweiz (näheres unter seiner Homepage auf http://www.cx.unibe.ch/philo/personal/Bondeli.html ).

philologisches

  • Umfassende philologische Hintergründe, aber auch eine Einordnung Hegels in die philosophischen und insbesondere auch theologischen Debatten seiner Zeit bieten die empfehlenswerten Bücher von Walter Jaeschke. Am wichtigsten ist sein neues "Hegel Handbuch", welches auch einen sehr interessanten 1. Abschnitt über Hegels Leben enthält (das Buch ist aber nicht als Startpunkt geeignet, da es davon ausgeht, dass seine Leser bereits das andere Material kennen und, basierend darauf, einige Meta Kommentare gibt, sowie einige Korrekturen auf der Basis der neuesten Forschungen gibt (d'Hondt und Losurdo werden darin übrigens namentlich erwähnt, wurden aber anscheinend nicht oder nur flüchtig gelesen, Beyers Bücher zu Bamberg und Nürnberg anscheinend garnicht).
Das erwähnte "Hegel-Handbuch" enthält auch zuverlässige philologische Informationen zu allem, was Hegel jemals geschrieben hat. Vom philologischen Standpunkt aus gesehen, ist es das beste verfügbare Buch zu Hegel, voller aktueller weltklasse Informationen, kondensiert auf mehr als 500 zweispaltigen Seiten. Eine ausführlichere Kritik findet sich in meiner "Hegel Handbuch"-Besprechung.
  • Ebenso sind von einem philologischen Standpunkt die "Hegel Werke" (ebenfalls im Felix Meiner Verlag, Hamburg, publiziert) des Hegel Archivs Bochum (seit einigen Jahren vom oben erwähnten Walter Jaeschke geleitet) sehr zu empfehlen. Für biographische Interessen sind insbesondere die philologischen Anmerkungen, die teilweise mehrere 100 Seiten ausmachen und viel Hintergrundmaterial über die in Hegels Vorlesungen und Schriften benutzten Quellen, Bezüge zu den Diskussionen seiner Zeit usw. bringen, ein zum grossen Teil noch nicht in bisherigen Biographien verarbeiteter Schatz (da die Werke leider prohibitiv teuer sind).
  • Das Hegel Archiv publiziert auch die "Hegel Studien" (früher beim Bouvier Verlag, Bonn, inzwischen ebenfalls beim Felix Meiner Verlag), welche auch Material enthalten, welches Hegels Biograpie betrifft.

Alles oben erwähnte Material (und sehr viel mehr) wurde bei der Erstellung der Hegel.net Hegel Biographie berücksichtigt. In dem laufenden Haupttext dazu werden zudem weitere Quellen erwähnt.