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Bayrhoffer

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Einschätzung von Kai

Heutzutage eher unbekannt und unwichtig. Die im Artikel angegebenen Schriften klingen eher uninteressant. Anderswo wird auf Naturphilosophie von ihm hingewiesen, steht unten nicht. Die Auswanderung nach Amerika nach 1848 war für liberale Hegelianer nicht untypisch und sicher auch ein Grund für den Niedergang des Hegelianismus.

Meyers Großes Konversations-Lexikon 1906

Bayrhoffer, Karl Theodor, philosoph. Schriftsteller, geb. 1812 zu Marburg in Hessen, gest. 3. Febr. 1888 in Town Jordan (Wisconsin), studierte in Marburg und in Heidelberg, wurde 1838 außerordentlicher und 1815 ordentlicher Professor der Philosophie (eifriger Jünger Hegels) in seiner Vaterstadt, wandte sich später freireligiösen und liberalen politischen Bestrebungen zu, wurde 1846 infolge derselben suspendiert, während der (kurzen) Herrschaft des Liberalismus zum Präsidenten der hessischen Kammer gewählt, nach der Rückkehr des Kurfürsten aber 1853 zur Auswanderung nach Amerika genötigt.

Als Philosoph hat B. in seinen ersten Schriften: »Grundprobleme der Metaphysik« (Marb. 1835), namentlich in seiner »Idee und Geschichte der Philosophie« (das. 1838), klar ausgesprochen, daß Hegel die absolute Idee errungen habe. Dann trat er in einer Reihe von Schriften als Verfechter des Deutschkatholizismus auf. Die Grundzüge der von ihm erstrebten »Religion der Freiheit« erörterte er in seinen »Untersuchungen über Wesen, Geschichte und Kritik der Religion« in den »Jahrbüchern für Wissenschaft und Leben« (1849).

[Lexikon: Bayrhoffer, S. 1. Digitale Bibliothek Band 100: Meyers Großes Konversations-Lexikon, S. 16714 (vgl. Meyer Bd. 2, S. 515)]

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