Hotho

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Einschätzung von Kai

Das beste von Hotho ist seine Herausgabe der hegelschen Aesthetik, worin wohl auch seine eigenen Ansichten eingeflossen sind. Als solcher noch heute bekannt. Unter eigenem Namen behandelt er nur die "Geschichte der deutschen und niederländischen Malerei", dieauch in digitalisierter Form vorliegt. Seine Lebensschilderung ist eine wichtige Quelle zur Hegel und seiner Zeit in Berlin. Ist ein Cousin von Michelet. Als Direktor des Kupferstichkabinetts bildet er u.a. Bode aus, den späteren Direktor der Museumsinsel.

Meyers Großes Konversations-Lexikon 1906

Hotho, Heinrich Gustav, Kunstschriftsteller, geb. 22. Mai 1802 in Berlin, gest. daselbst 24. Dez. 1873, studierte in Berlin Rechtswissenschaft, darauf in Breslau Philosophie, habilitierte sich 1827 an der Berliner Universität als Dozent der Ästhetik und Kunstgeschichte, wurde 1829 Professor an der Universität, 1833 Direktorialassistent der Gemäldegalerie und 1858 Direktor des Kupferstichkabinetts im königlichen Museum.

In den »Vorstudien für Leben und Kunst« (Tübing. 1835) zeigt sich Hothos überwiegend Hegelscher Standpunkt, wie er denn auch Hegels »Vorlesungen über die Ästhetik« (2. Aufl., Berl. 1842-43, 3 Bde.) herausgegeben hat. Von seinen übrigen, jetzt veralteten Schriften sind noch anzuführen: »Geschichte der deutschen und niederländischen Malerei« (Berl. 1842-43, 2 Bde.); »Die Malerschule Huberts van Eyck« (unvollendet; Bd. 1: »Geschichte der deutschen Malerei bis 1450«, das. 1855; Bd. 2: »Die flandrische Malerschule des 15. Jahrhunderts«, 1. Lief., Leipz. 1858).

[Lexikon: Hotho, S. 1. Digitale Bibliothek Band 100: Meyers Großes Konversations-Lexikon, S. 87568 (vgl. Meyer Bd. 9, S. 576)]

Bibliographie

  • Ziemer, Elisabeth "Heinrich Gustav Hotho 1802-1873", Reimer Verlag, 1994, 395 S., ISBN 3496011165
Sehr gutes Buch zu Hothos Biographie, auch mit viel Hintergrund zur Hegelschulem basierend auf eigenem Studium von vielen Primärquellen, die teilweise hier zum ersten mal ausgewertet werden. Leider hat die Autorin ein völlig verfehltes Hegel Bild, darum in dieser Hinsicht sehr unzuverlässig..

Siehe auch: