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Köstlin

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Einschätzung von Kai

Heutzutage völlig unbekannt. Der Artikel erwähnt Hegel nicht direkt, nur Vischer. Hat aber auch in Berlin studiert. Interessant vor allem für das Gebiet der Musik, das bei Hegel zu kurz kommt, ebenso evtl. seine anderen Studien zur Ästhetik und Geschichte der Ethik.

Meyers Großes Konversations-Lexikon 1906

Köstlin, Karl Reinhold, Theolog und Ästhetiker, geb. 28. Sept. 1819 in Urach, gest. 12. April 1894 in Tübingen, studierte in Tübingen und Berlin, habilitierte sich 1849 in Tübingen für Philosophie und Theologie, zog sich aber von letzterer bald zurück, um sich ganz der Philosophie und auf Veranlassung Vischers, in dessen »Ästhetik« er dann den Band über die Musik bearbeitete, insbes. der Ästhetik zuzuwenden. 1857 wurde er zum außerordentlichen, 1863 zum ordentlichen Professor der Ästhetik und Kunstgeschichte ernannt.

Er veröffentlichte: »Der Lehrbegriff des Evangeliums und der Briefe Johannis« (Berl. 1843); »Der Ursprung der synoptischen Evangelien« (Tübing. 1853); »Goethes Faust, seine Kritiker und Ausleger« (das. 1860); »Hegel in philosophischer, politischer und nationaler Beziehung« (das. 1870); »Ästhetik« (das. 1863-69, 2 Bde., sein Hauptwerk); »Richard Wagners Tondrama:, Der Ring des Nibelungen'« (das. 1877); »Über den Schönheitsbegriff« (das. 1879); »Geschichte der Ethik« (1. Bd., 1. Abtlg.: Die griechische Ethik bis Plato, das. 1887); »Prolegomena zur Ästhetik« (das. 1889).

[Lexikon: Köstlin, S. 2. Digitale Bibliothek Band 100: Meyers Großes Konversations-Lexikon, S. 107713 (vgl. Meyer Bd. 11, S. 535)]

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