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Hinrichs

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Einschätzung von Kai

Heutzutage eher unbekannt, obwohl er noch zu den Bekannteren der Hegelianer gehört. Seine Bearbeitung der Logik (die noch zu Hegels Lebenszeit erschien) und seine "Geneseis des Wissens" (Wahrscheinlich eine Neubearbeitung der Phaenomenologie) könnten interessant sein. Theologisch mag auch sein erstes Buch interessant sein, von dem nur Hegels Vorrede allgemein bekannt ist. Auch seine Geschichte der Rechts- und Staatsprinzipen könnte einen Blick wert sein (die letzten beiden Werke liegen inzwischen digitalisiert vor, s.u.).


Meyers Großes Konversations-Lexikon 1906

Hinrichs, Hermann Friedrich Wilhelm, Philosoph, geb. 22. April 1794 zu Karlseck in Oldenburg, gest. 17. Sept. 1861 in Friedrichroda, am Gymnasium in Jever gebildet, studierte in Straßburg Theologie, dann in Heidelberg Philosophie unter Hegel, der seine Schrift »Die Religion im innern Verhältnis zur Wissenschaft« (Heidelb. 1822) mit einer Vorrede einleitete. Nachdem sich H. 1819 in Heidelberg habilitiert hatte, wurde er 1822 außerordentlicher Professor in Breslau, 1824 ordentlicher Professor der Philosophie in Halle, wo er durch seine »Grundlinien der Philosophie der Logik« (Halle 1826) und die »Genesis des Wissens« (Heidelb. 1835, Bd. 1) ein Hauptvertreter der orthodox-hegelschen Richtung ward.

In seinen schwer lesbaren ästhetischen Schriften: »Vorlesungen über Goethes Faust« (Halle 1825) und »Schillers Dichtungen nach ihrem historischen Zusammenhang« (Leipz. 1837-39, 2 Bde.) hat H. zuerst den Inhalt klassischer Dichtungen nach Hegelschen Kategorien abgehandelt.

Er schrieb noch »Geschichte der Rechts- und Staatsprinzipien seit der Reformation bis auf die Gegenwart« (Leipz. 1848-52, 3 Bde.) und »Die Könige« (2. Aufl., das. 1853).

[Lexikon: Hinrichs, S. 2 ff.Digitale Bibliothek Band 100: Meyers Großes Konversations-Lexikon, S. 84987 (vgl. Meyer Bd. 9, S. 351 ff.)]

Eisler: Philosophenlexikon

Hinrichs, Hermann Friedrich Wilhelm, geb. 1794 in Karlseck, 1819 Privatdozent in Heidelberg, 1822 Prof. in Breslau, 1825 in Halle, gest. 1861 in Friedrichsroda.

H. ist Hegelianer, der Hegelschen »Rechten« angehörend. Was am Sein das Wahre ist und die eigenen Bestimmungen des Denkens sind derselbe Inhalt, als welcher Sein und Denken übereinstimmen. Im Erfahren ist das Sein als Gedanken dem Denken gegenständlich; die Gedanken gehören sowohl den Dingen als dem Denken an und sind das Letzte, wozu es im Beobachten kommt, das Innere der Dinge. Das Sein erweist sich als »das Sein des Denkens«. In der Logik »erzeugt« das Denken sich selbst und ist insofern »genetisch«. Es erzeugt sich selbst den Stoff und ist sein eigener Stoff (vgl. Cohen).

     Schriften: Die Religion im inneren Verhält-
   nis zur Wissenschaft. 1822 - Grundlinien der Phi-
   losophie der Logik, 1826. - Genesis des Wissens 
   I, 1835. - Politische Vorlesungen, 1844. - Ge-
   schichte der Rechts- und Staatsprinzipien seit der 
   Reformation, 1848-52, u. a.

[Eisler: Philosophenlexikon, S. 695 ff.Digitale Bibliothek Band 3: Geschichte der Philosophie, S. 17627 (vgl. Eisler-Phil., S. 268 ff.)]

Werke Online

http://hegel.net/hinrichs/

Siehe auch