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Leibniz: Unterschied zwischen den Versionen

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== Sekundärliteratur zu Hegel und Leibniz ==
 
== Sekundärliteratur zu Hegel und Leibniz ==
* Nützlich zur Beurteilung der Leibnizrezeption: Leibnizbilder im 18.
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* Nützlich zur Beurteilung der Leibnizrezeption: "Leibnizbilder im 18. und 19. Jahrhundert", Hrsg. von Alexandra Lewendoski. Stuttgart 2004, [Studia Leibitiana, Sonderheft Bd. 33.]
und 19. Jahrhundert. Hrsg. von Alexandra Lewendoski. Stuttgart 2004,
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** darin S.171-182 eine sehr gute Kritik der Kantschen Leibnizkritik: Busche, Hubertus (Philosophieprofessor an der Fernuni Hagen und auch in Bonn, zusammen mit Thomas Sören Hoffmann): "Wie triftig ist Kants Kritik des Metaphysikers Leibniz?" [er kommt zu dem Ergebnis: garnicht!]
[Studia Leibitiana, Sonderheft Bd. 33.]
 
** darin S.171-182 eine sehr gute Kritik der Kantschen Leibnizkritik:
 
Busche, Hubertus (Philosophieprofessor an der Fernuni Hagen und auch in
 
Bonn, zusammen mit Thomas Sören Hoffmann): "Wie triftig ist Kants Kritik
 
des Metaphysikers Leibniz?" [er kommt zu dem Ergebnis: garnicht!]
 
  
* Guido Zingari "Leibniz, Hegel und der Deutsche Idealismus", 1993
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* Guido Zingari "Leibniz, Hegel und der Deutsche Idealismus", 1993, Verlag Josef. H.Röll, Dettelbach, ISBN 3-927522-71-6 beschäftigt sich auf S.66-83 mit 'Die Monadenphilosophie in der Interpretation von Hegels "Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie"' bei Hegel und kommt zu dem Ergebnis, dass Hegel ihr Unrecht tut, vieles missversteht (wobei die Richtung von Hegels falscher Interpretation anscheinend stark von der von Busche kritisierten Kantschen Leibnizinterpretation her zu kommen scheint).
Verlag Josef. H.Röll, Dettelbach, ISBN 3-927522-71-6 beschäftigt
 
sich auf S.66-83 mit 'Die Monadenphilosophie in der Interpretation von
 
Hegels "Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie"' bei Hegel
 
und kommt zu dem Ergebnis, das Hegel ihr Unrecht tut, vieles
 
missversteht (wobei die Richtung von Hegels falscher Interpretation
 
anscheinend stark von der von Busche kritisierten Kantschen
 
Leibnizinterpretation her zu kommen scheint).
 
  
:In den folgenden Kapiteln zeigt sich, dass Hegel auch in seiner Logik,
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:In den folgenden Kapiteln zeigt sich, dass Hegel auch in seiner Logik, sofern er sich auf Leibniz bezieht (Fürsichsein, 1. und 3.Teil der Wesenslogik, Urteils- und Schlusslehre) teilweise ein nur mangelhaftes Verständnis von Leibniz hatte (bedingt durch die fehlerhafte Interpretation von Leibniz durch Kant und andere, und bei diesen vermittelt durch - gegenüber Leibniz deutlich absinkende - "Leibnizschüler" wie Wolff, deren Ausagen mit denen von Leibniz vermischt werden). Die Ausfuehrungen Hegels zur Differnetial- und Integralrechnung werden von Zingari hingegen als richtig dargestellt (Allerdings zeigt er wieder, dass Hegel die Übertragung von deren Prinzipien auf die Logik bei Leibniz widerum nicht richtig verstanden hat).
sofern er sich auf Leibniz bezieht (Fürsichsein, 1. und 3.Teil
 
der Wesenslogik, Urteils- und Schlusslehre) teilweise ein nur
 
mangelhaftes Verständnis von Leibniz hatte (bedingt durch die
 
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vermischt werden). Die Ausfuehrungen Hegels zur Differnetial- und
 
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Prinzipien auf die Logik bei Leibniz widerum nicht richtig verstanden hat).
 
  
:Andererseits gibt es sehr viel zwischen den beiden Denkern,
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:Andererseits gibt es sehr viel zwischen den beiden Denkern, dass in die selbe Richtung laeuft, so dass das Buch von Zingari, das sich um ein faires Begreifen sowohl Hegels wie auch Leibnizens bemüht, ein wichtiges Hilfsmittel ist.
dass in die selbe Richtung laeuft, so dass das Buch von Zingari, das
 
sich um eien faires Begreifen sowohl Hegels wie auch Leibnizens bemüht,
 
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* Ein anderer Denker, der sich um eine Verbindung von Hegel und Leibniz
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* Ein anderer Denker, der sich um eine Verbindung von Hegel und Leibniz bemüht hat (Wie auch um eine Verständlichmachung der Philosophie Leibniz, und generell einer der grössten lebenden Leibnizforscher ist), ist der Marxist H.H.Holz. Auch sein Werk waere da nützlich hinzuzuziehen. (Er hat auch eine grosse 3bändige Geschichte der Dialektik vom Barock bis Marx geschrieben, "Einheit und Widerspruch", 1997 Metzler Verlag, Stuttgart/Weimar, in dem Leibniz und Hegel grosse Teile des 1. bzw. 3.Bandes gewidmet sind.
bemueht hat (Wie auch um eine Verständlichmachung der Philosophie
 
Leibniz, und generell einer der grössten lebenden Leibnizforscher ist),
 
ist der Marxist H.H.Holz. Auch sein Werk waere da nützlich
 
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1997 Metzler Verlag, Stuttgart/Weimar, in dem Leibniz und
 
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Version vom 2. September 2008, 12:02 Uhr

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http://hegel-system.de/de/d33332131.htm

Werke der Hegelschule dazu

  • Schaller 1833 Disseration zu Leibniz Philosophie (lateinisch) Volltext
  • Erdmann 1842 "Leibnitz und die Entwicklung des Idealismus vor Kant" Volltext
  • Feuerbach 1848 (Orginal 1836) "Darstellung, Entwicklung und Kritik der Leibnizschen Philosophie" (Werke Band5) Volltext (Frage: handelt es sich hier um den Wiederabdruck der Orginalausgabe oder um die "materialistischer" umgearbeitete, spätere Version?)

Sekundärliteratur zu Hegel und Leibniz

  • Nützlich zur Beurteilung der Leibnizrezeption: "Leibnizbilder im 18. und 19. Jahrhundert", Hrsg. von Alexandra Lewendoski. Stuttgart 2004, [Studia Leibitiana, Sonderheft Bd. 33.]
    • darin S.171-182 eine sehr gute Kritik der Kantschen Leibnizkritik: Busche, Hubertus (Philosophieprofessor an der Fernuni Hagen und auch in Bonn, zusammen mit Thomas Sören Hoffmann): "Wie triftig ist Kants Kritik des Metaphysikers Leibniz?" [er kommt zu dem Ergebnis: garnicht!]
  • Guido Zingari "Leibniz, Hegel und der Deutsche Idealismus", 1993, Verlag Josef. H.Röll, Dettelbach, ISBN 3-927522-71-6 beschäftigt sich auf S.66-83 mit 'Die Monadenphilosophie in der Interpretation von Hegels "Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie"' bei Hegel und kommt zu dem Ergebnis, dass Hegel ihr Unrecht tut, vieles missversteht (wobei die Richtung von Hegels falscher Interpretation anscheinend stark von der von Busche kritisierten Kantschen Leibnizinterpretation her zu kommen scheint).
In den folgenden Kapiteln zeigt sich, dass Hegel auch in seiner Logik, sofern er sich auf Leibniz bezieht (Fürsichsein, 1. und 3.Teil der Wesenslogik, Urteils- und Schlusslehre) teilweise ein nur mangelhaftes Verständnis von Leibniz hatte (bedingt durch die fehlerhafte Interpretation von Leibniz durch Kant und andere, und bei diesen vermittelt durch - gegenüber Leibniz deutlich absinkende - "Leibnizschüler" wie Wolff, deren Ausagen mit denen von Leibniz vermischt werden). Die Ausfuehrungen Hegels zur Differnetial- und Integralrechnung werden von Zingari hingegen als richtig dargestellt (Allerdings zeigt er wieder, dass Hegel die Übertragung von deren Prinzipien auf die Logik bei Leibniz widerum nicht richtig verstanden hat).
Andererseits gibt es sehr viel zwischen den beiden Denkern, dass in die selbe Richtung laeuft, so dass das Buch von Zingari, das sich um ein faires Begreifen sowohl Hegels wie auch Leibnizens bemüht, ein wichtiges Hilfsmittel ist.
  • Ein anderer Denker, der sich um eine Verbindung von Hegel und Leibniz bemüht hat (Wie auch um eine Verständlichmachung der Philosophie Leibniz, und generell einer der grössten lebenden Leibnizforscher ist), ist der Marxist H.H.Holz. Auch sein Werk waere da nützlich hinzuzuziehen. (Er hat auch eine grosse 3bändige Geschichte der Dialektik vom Barock bis Marx geschrieben, "Einheit und Widerspruch", 1997 Metzler Verlag, Stuttgart/Weimar, in dem Leibniz und Hegel grosse Teile des 1. bzw. 3.Bandes gewidmet sind.